Geschichte der friesischen Sprache

von Theodor Siebs (1901). Zurück nach: Sprache

Dieses Meisterwerk vom Autor der Deutsche Bühnenaussprache erschien in der zweiten Auflage der sonst weitgehend vergessenen Grundriß der germanischen Philologie, herausgegeben von H. Paul.

In 313 dichtbedruckten Seiten hat Siebs hier die Kenntnissen der altfriesischen Philologie seiner Zeit in meisterlicher Weise zusammengefaßt und erweitert, auf die von ihm selbst in großer Menge gesammelten neufriesischen Mundarten angewendet und die Resultate wieder auf dem Altfriesischen zurück projektiert.

Obwohl natürlich spätere Untersuchungen viel Neues gebracht haben und viele neue Wege eingeschlagen haben, so bildet doch der Siebs noch immer eine als Grundlage für weitere Untersuchungen unentbehrliche Zusammenfassung der historischen Grammatik des Friesischen ins Gesamt. Seine nach sieben neufriesischen Mundarten gereihten und mit vielen Wortbeispielen versehenen Lautübersichte am Ende sind sofort als historische Lautlehre für diesen zu benutzen.

Es ist sehr schade daß dieses Buch nicht wie soviele weniger wichtige Werke einen Neudruck erfahren hat*. Ich gebe hier als Beispiel Seite 1302, § 131 über das g im Auslaut. Auf Seite 1301 fängt es an: "Der Übergang des auslautenden palatalen g

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